Drei ? an... unseren Kollegen, Geschäftsführer Klaus Ludden

Drei ? an

Über 1,1 Milliarden (!) Ergebnisse werden Ihnen angezeigt, wenn Sie das Wort Innovation googlen. Und wenn Sie beginnen, sich näher damit zu beschäftigen, stellen Sie fest: „Innovation“ ist (auch) eine Wissenschaft. Die Innovationsforschung untersucht, unter welchen Bedingungen und unter Anwendung welcher Erfolgsfaktoren Innovationen in Unternehmen zustande kommen. Genau damit beschäftigt sich die pro-t-in GmbH auch – wenngleich nicht auf der Ebene von Unternehmen, sondern auf der Ebene der kommunalen Entwicklung. Innovative Prozesse generieren innovative Lösungen. Und innovative Lösungen generieren innovative Prozesse?! In unserem aktuellen Beitrag „3 Fragen an…“ erklärt pro-t-in-Geschäftsführer Klaus Ludden, was mit Innovation in kommunalen Entwicklungsprozessen gemeint ist.

Klaus, wo liegt das Innovationspotenzial, wenn es darum geht, Dörfer, Städte und Regionen voranzubringen?

Die pro-t-in GmbH verfügt über langjährige Erfahrung in der Begleitung von kommunalen Entwicklungsprozessen im ländlichen Raum. Aus dieser Erfahrung heraus sind wir überzeugt, dass das wesentliche Entwicklungspotenzial die Menschen sind, die in der jeweiligen Kommune oder der jeweiligen Region leben. In ihren Köpfen schlummert das Potenzial für eine zukunftsfähige Entwicklung ihres Wohn- und Lebensumfeldes. Und nur sie selbst können die Treiber und „Macher“ der Entwicklung sein.

Was genau ist daran „innovativ“ - sehen nicht schon jetzt geförderte Entwicklungsprozesse die Beteiligung der Bürger*innen zwingend vor?

Doch. Aber uns geht es um etwas anderes als die bekannten Beteiligungsformate. Aktuell ist es ja so, dass die Gemeinschaften von Seiten der Kommune, unterstützt durch entsprechende Büros, an die Hand genommen werden und mit ihnen vorstrukturierte Prozesse zur Entwicklung von Zukunftsperspektiven durchlaufen. Im Rahmen dieser Prozesse werden sie angehört und können ihre Ideen und Vorstellungen einbringen. Mit innovativen Kommunikationsformaten möchten wir Gemeinschaften dazu befähigen, notwendige Entwicklungen aus sich selbst heraus zu initiieren und zu steuern. Wir wollen das nicht FÜR die Gemeinschaften tun, sondern sie befähigen, es SELBST zu tun.

Kannst Du konkret werden und an einem Beispiel erläutern, wie das gelingen kann?

Da jede Gemeinschaft so einzigartig ist wie jedes einzelne ihrer Mitglieder, können „Beispiele“ eigentlich kaum „beispielhaft“ sein. Aber ich versuche es zu erklären. Grundsätzlich geht es ja um das Empowerment ländlicher Gemeinschaften. Sie zu befähigen bedeutet zweierlei: 1. Sie dafür zu sensibilisieren, dass das Potenzial für ihre Zukunft in ihnen selbst liegt. 2. Ihnen das Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie dieses Potenzial ausschöpfen können. Wir möchten Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Institutionen zu verschiedensten Themen miteinander ins Gespräch bringen – in völlig neuen und bisher nahezu undenkbaren Konstellationen. Dabei möchten wir die vorhandenen Strukturen nicht umgehen, sondern sie im Gegenteil neu vernetzen mit dem Ziel, bisher nicht wahrgenommene Sichtweisen auf Themen und Orte, aber auch auf das Zusammenleben insgesamt zu ermöglichen. So, davon sind wir überzeugt, werden Potenziale entdeckt und ausgeschöpft. Gleichzeitig entwickeln die Gemeinschaften selbst ein Gefühl dafür, wie sie ihre Kommunikation miteinander und untereinander organisieren können, um Entwicklung zu verstetigen.

Klaus Ludden

... leitet die pro-t-in GmbH als Geschäftsführer und verantwortet den Bereich Innovation, Kommunalberatung und Fördermittel.

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