#pflichtoderkür: Landingpages

Symbolbild Steine Figuren

Perspektivwechsel galore: In unserer Rubrik #pflichtoderkür zerlegen wir populäre Themen der Öffentlichkeitsarbeit in ihre Bestandteile. Und puzzeln sie dann neu zusammen – in genau drei Kategorien. Dabei wird knallhart (aus-)sortiert, denn jede Kategorie hat bloß Platz für drei Listungen. Heute: Landingpages.

Landingpages sind – wie der Name schon andeutet – Websites, auf denen Internutzer landen, wenn sie auf eine Werbeanzeige oder einen Eintrag in einer Suchmaschine klicken. Ihr oberstes Ziel: Den Besucher zu einer bestimmten Aktion zu animieren – allen voran zum Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung. Damit dies gelingt, müssen Landingpages eine Reihe von Kriterien erfüllen.

Das ist #pflicht, damit Landingpages Erfolg haben:

  1. Klipp und klar: Besucher entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob eine Website für sie relevant ist. Deshalb ist es essentiell, dem Nutzer in aller Kürze zu zeigen, dass er auf der richtigen Seite gelandet ist. Beispiel: Die Werbeanzeige verspricht Gratis-Shampoo? Die Landingpage muss erklären, wie der Nutzer die Shampoo-Probe bekommt und warum er sich gerade damit die Haare waschen sollte. Die Informationen sollten sich idealerweise „above the fold“ befinden – also auf dem Teil der Seite, den der Nutzer sehen kann, ohne scrollen zu müssen.
  2. Call-to-Action:  Der Call-to-Action ist der wichtigste Bestandteil einer Landingpage, denn er hilft dabei, dass die Conversion gelingt und aus dem Interessenten ein Kunde wird. In aller Regel handelt es sich dabei um ein Kontaktformular und einen Button, über den der Nutzer beispielsweise ein Produkt kauft oder einen Newsletter abonniert. In unserem Shampoo-Beispiel würde er seinen Namen und seine Adresse eingeben und auf den Button „Gratis-Probe anfordern“ klicken.
  3. Vertrauen ist besser? Vertrauen ist zwingend! Der Call-to-Action wird nur gelingen, wenn der Anbieter seriös wirkt. Gütesiegel, positive Kundenbewertungen oder Referenzen machen ein Unternehmen vertrauenswürdig. Auch Kontaktdaten und Fotos von Ansprechpartnern erhöhen die Glaubwürdigkeit.

Das ist die #kür für eine erfolgreiche Landingpage!

  1. Wiedererkennungswert: Anzeige und Landingpage sollten sehr gut aufeinander abgestimmt sein, damit der Nutzer weiß, dass er an der richtigen Stelle gelandet ist. Die Gestaltung der Landingpage sollte sich am Corporate Design des Unternehmens orientieren. Ausnahme ist der Call-to-Action, der sofort ins Auge springen muss – etwa durch einen roten Button.
  2. Kontrolle ist gut: Außenstehenden die Landingpage zu zeigen ist hilfreich, um sicherzustellen, dass die Informationen verständlich aufbereitet sind. Außerdem sollte man regelmäßig überprüfen, wie die verschiedenen Elemente bei der Zielgruppe ankommen. Dazu eignen sich A/B-Tests: Hier wird eine zweite Version der Landingpage erstellt, die sich nur in einem Punkt vom Original unterscheidet. So kann der Anbieter schnell überprüfen, welche Variante beim Publikum erfolgreicher ist.
  3. Zeit ist Geld: Lange Ladezeiten schrecken Nutzer ab, daher sollte man seine Seitenperformance regelmäßig überprüfen.

Als dritter im Bunde bleibt das #oder!

  1. Ob man für die Landingpage eine eigene Domain anlegt oder sie als Unterseite der Firmenwebsite einrichtet, bleibt jedem selbst überlassen: Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Bei einer eigenen Domain ist man nicht an die Struktur der Firmenwebsites gebunden und hat auch keine Navigationsmenüs, die ablenken. Unterseiten hingegen lassen sich schneller umsetzen und sind kostensparender.
  2. Bild oder Video: Bei einfachen Waren reicht oft ein Bild, bei komplexeren Produkten oder einer Dienstleistung kann es hilfreich sein, ein erklärendes Video einzubinden.
  3. AdWords oder Social Media: Landingpages als Weiterleitung von AdWords-Anzeigen sind das klassische Beispiel, aber auch Anzeigen auf Facebook, Twitter und Co. können Nutzer auf eine Landingpage führen. Egal wofür man sich entscheidet: Anzeige und Landingpage sollten unbedingt aufeinander abgestimmt sein.

Danica Pieper

... plant, entwickelt und platziert als Contentmanagerin Inhalte für Magazine, Websites, Blogs und Social-Media-Kanäle.