Maskottchen als Tourismusbotschafter

Vier Maskottchen auf Landschaftsfoto

Viele Unternehmen nutzen sie, Sportmannschaften sowieso: Maskottchen. Auch im Tourismus werden die fröhlichen Figuren immer häufiger als Botschafter eingesetzt. Sie wecken Emotionen, steigern den Wiedererkennungswert und stiften Identifikation – vorausgesetzt, sie haben eine eigene, authentische Stimme.

Was wäre Michelin ohne sein Männchen, Meister Proper ohne den gleichnamigen Saubermann und Duracell ohne seinen Hasen? Viele Firmen sind untrennbar mit ihren Maskottchen verbunden. Gerade wenn es sich um ein eher unspektakuläres Alltagsprodukt wie Autoreifen, Putzmittel oder Batterien handelt, können Maskottchen dabei helfen, Aufmerksamkeit zu generieren, Gefühle zu wecken und die Kundenbindung zu stärken. Viele Urlaubsregionen haben im Gegensatz dazu den Vorteil, dass sie an sich schon attraktiv für Besucher sind – Maskottchen sind hier ein Weg, dies auch potenziellen Touristen zu vermitteln.

Auch Emsland Tourismus, der Naturpark Moor und der Naturpark Hümmling setzen seit kurzem auf Maskottchen. Jeweils vier Charaktere – jeder für einen anderen touristischen Schwerpunkt – begrüßen die Besucher auf der Internetseite. Dadurch wird der Nutzer nicht nur persönlich angesprochen, er hat auch gleich die Möglichkeit, das umfangreiche Angebot nach seinen Interessen zu filtern – je nachdem, ob er sich eher für Natur, Sport oder Familienaktivitäten interessiert. Die Maskottchen, „Helden“ genannt, bauen hier eine Bindung zum Besucher auf und geben Orientierung, sie holen ihn gewissermaßen ab.

Maskottchen lassen sich noch an vielen anderen Stellen einsetzen. Gerade für Blogs oder Social Media sind sie wie gemacht, denn sie können einen locker-lustigen Ton anschlagen, ohne dass es der Seriosität schadet. Sie können Sehenswürdigkeiten vorstellen oder einen Blick hinter die Kulissen geben, ohne dass ein Mitarbeiter ins Scheinwerferlicht rücken muss.

Egal wie man Maskottchen einsetzt: Einen positiven Nutzen haben sie nur, wenn sie authentisch sind. Name und Figur müssen zur Region passen. Das Wichtigste ist aber, dass Maskottchen eine Persönlichkeit haben, eine eigene Stimme. Es reicht nicht aus, die Besucher auf freundliche Art zu begrüßen, der Tonfall muss stimmen: Das Maskottchen für ein Technikmuseum beispielsweise muss einen sachlicheren und faktenreicheren Ton anschlagen als das Maskottchen für einen Freizeitpark. Die hippe Künstlerin redet anders als der Naturpark-Ranger. Erst wenn den Figuren mit Worten Leben eingehaucht wird, können sie ihre Botschaft glaubhaft verkünden.

 

Bild: Screenshot emsland.com


Danica Pieper

... plant, entwickelt und platziert als Contentmanagerin Inhalte für Magazine, Websites, Blogs und Social-Media-Kanäle.