Unternehmen in Netzwerken: Wie und wann sich Networking lohnt

Symbolbild: Spielfiguren als Netzwerker

„Networking ist alles!“, heißt es. Und nicht nur deshalb sind wohl die meisten von uns in privaten oder beruflichen sozialen Netzwerken wie Xing, LinkedIn, Facebook oder Instagram aktiv. Hier treffen sich Freunde, Bekannte und Kollegen. Warum? Um im Gespräch zu bleiben, nichts zu verpassen, Kontakte aufrecht zu erhalten – denn wer weiß, wofür dieses „Vitamin B“ (karrieretechnisch) gut sein kann. Gleiches gilt auch für Unternehmen.

Die Zahl offener wie spezialisierter Netzwerke, die sich speziell an Unternehmerinnen und Unternehmer richtet, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ob in Policy-Netzwerken wie z.B. der Wachstumsregion Ems-Achse, regionalen Wirtschaftstalks und Wirtschaftsforen, Unternehmerfrühstücks oder auch im Rahmen von Beteiligungsprozessen im Kontext der regionalen Entwicklung – Unternehmen bewegen sich vermehrt in Netzwerken und erhoffen sich davon einen ähnlichen positiven Nutzen wie sozial bestens vernetzte Privatpersonen.

Wie kann sich Networking für Unternehmen lohnen?

Der erwartete genauso wie der reelle Nutzen sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich: Das Knüpfen von Kontakten, der Erfahrungs- und Wissensaustausch, das Einholen von Feedback sowie die Steigerung von Vertrauen, Bekanntheitsgrad und Reputation sind weiche Faktoren, die Unternehmen in Netzwerken suchen (und oftmals auch finden). Sie sind aber erst die Basis für (gewinnbringende) Geschäftskontakte. Mittel- bis langfristig wichtiger sind für viele Unternehmen die harten Fakten, die aus „Netzwerkeffekten“ resultieren können: Kooperationen, (gemeinsame) Projekte, Aufträge oder die Optimierung der Standortbedingungen vor Ort.

Wann lohnt sich Networking für Unternehmen?

Ob ein Unternehmen von seinem Engagement in Netzwerken tatsächlich profitiert – bestenfalls also auch wirklich einen monetär messbaren Nutzen verzeichnen kann – hängt sowohl vom zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand ab als auch von der netzwerkenden Person selbst. Erste Anhaltspunkte, um Aufwand und Erfolg zu messen, könnte zum Beispiel die Beantwortung folgender Fragen geben: An welchen (Netzwerk-)Treffen nehme ich teil? Wie regelmäßig nehme ich teil? Mit wem unterhalte ich mich? Welche Projekte, Aufträge, Anfragen kann ich konkret auf meine Netzwerktätigkeiten zurückführen? Letztlich sind es immer die Erwartungen an ein Netzwerk, die den Erfolg definieren: Finanziell lohnt sich Networking erst, wenn der konkrete Nutzen größer ist als der Aufwand – in Sachen Kontakt- und Imagepflege lohnt sich der Einsatz deutlich schneller.

Cornelia Pabst

... vernetzt und sensibilisiert als Regionalmanagerin der ILE-Region Hufeisen Kommunen und Einwohner für das Engagement in der ländlichen Entwicklung.