Transparenz in der Dorfentwicklung: Öffentlichkeit herstellen

Signets von Dorfregionen

Ein Bürgerbeteiligungsprozess wie die Dorfentwicklung funktioniert nur, wenn Transparenz nicht bloß behauptet wird, sondern vorhanden ist. Dafür müssen Öffentlichkeit und Wahrnehmung hergestellt werden – mit unterschiedlichen Ansätzen.

Die Dorfentwicklung genauso wie der Prozess der Dorfentwicklungsplanung sind an klar definierte Vorschriften und Formalien gebunden, die transparent gemacht werden müssen, um Einwohnerinnen und Einwohner mitzunehmen und zu begeistern. Wenn sich Dorfregionen Instrumente der Unternehmens- und Markenkommunikation zunutze machen, können sie sogar langfristig Öffentlichkeit herstellen. Gerade für Partizipationsprozesse wie die Dorfentwicklung sind dafür drei Grundprinzipien essenziell: Wiedererkennbarkeit, Zugänglichkeit und Konstanz.

Wiedererkennbarkeit: Die Dorfentwicklung als Marke

Jede Dorfentwicklung hat das Potenzial, innerhalb einer Dorfgemeinschaft als „Marke“ Fuß zu fassen, gar als Dach für ein neues oder neu aufkommendes Gefühl von Zusammenarbeit und Aufbruch zu dienen. Dafür ist es freilich notwendig, den Dorfentwicklungsprozess als Marke einzuführen: wiedererkennbar im Auftreten, konsequent im Wording, klar in der Aussage.

Schon lange vor der ersten Bürgerversammlung beginnen deshalb bei pro-t-in auch die kommunikativen Vorbereitungen. Eine individuelle Gestaltungslinie inklusive Signet, oft angelehnt an das Corporate Design der beauftragenden Kommune(n), bildet die grafische Klammer für die Öffentlichkeitsarbeit – vom Plakat bis zum Facebook-Post, vom Protokoll bis zum Werbemittel.

Zugänglichkeit: Die crossmediale Dorfentwicklung

Konsequente Kommunikation, die ihre Zielgruppen erreicht, gelingt nur crossmedial, also kanal- und plattformübergreifend. Eine der wichtigsten Anlaufstellen für kommunale Angelegenheiten sind Gemeinde-Websites – hier sollte mindestens eine Unterseite mit Hintergrundinformationen und Kontaktmöglichkeiten angelegt werden. Social Media-Arbeit, zum Beispiel bei Facebook, kann mit den richtigen dörflichen Multiplikatoren im Hintergrund weitere Ansatzpunkte gerade für die inhaltliche Auseinandersetzung bieten.

Nicht zu unterschätzen sind im dörflichen Kontext analoge Informationsmaterialen: Plakate oder Flyer an zentralen gesellschaftlichen und sozialen Anlaufpunkten wie Schulen, Kindergärten, Turnhallen, Supermärkten, Dorfgemeinschaftshäusern etc. bringen die Dorfgemeinschaft schon im Vorfeld von Versammlungen oder Arbeitskreisen ins Gespräch. Über zusätzliche redaktionelle Berichterstattung in Zeitungen oder Gemeindeblättern, kirchlichen Mitteilungsblättern oder Hauswurfsendungen werden darüber hinaus noch deutlich mehr Personen erreicht.

Konstanz: Die Dorfentwicklung mit Mehrwert

Ein durchschnittlicher Dorfentwicklungsplanungsprozess dauert ein gutes Jahr, nach offizieller Anerkennung können im Rahmen der Dorfentwicklung acht Jahre lang Maßnahmen umgesetzt werden. Das Interesse über einen solch langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, gelingt nur mit Konstanz: Regelmäßig muss auf allen Kanälen über den Status Quo und Fortschritte informiert werden, müssen Hintergründe erklärt und Einwohnerinnen und Einwohner mitgenommen werden. Nur wer solche inhaltlichen Mehrwerte schafft, kann die Dorfentwicklung vor Ort vermarkten – als Chance für die Gemeinschaft, als Strategie für die dörfliche Zukunft.